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“Kalalawa Hill” and “In Harmony with Nature”

Im April 2010 flog ich von Jakarta nach Palankaraya (Indonesien). Die Ziele meiner Reise waren ein Besuch des Regenwaldes in Kalimantan und mehr über die indonesische Bevölkerung zu lernen. Außerdem plante ich Fotos, Skizzen und Ölgemälde in der „alla prima Technik“ in Palankaraya anzufertigen. Daneben hatte ich die Gelegenheit die „Borneo Orangutan Survival Foundation“ (BOS, www.bos-deutschland.de) in Nyaro Menteng zu besuchen.

Vom Flugzeug aus sehe ich das erste Mal auf Kalimantan (Insel Borneo, Indonesien) hinab, was für eine Enttäuschung.  Die ersten Minuten fliegen wir über den Nationalpark, kleine Stücke des Regenwaldes werden zwischen den Palmöl-Pflanzen  sichtbar. Aber dann fliegen wir fast 50 Minuten über eine Palmölwüste. Ich sehe die erste Oase, den Sebangau National Park.  Einer der letzten Regenwälder der durch den  WWF geschützt wird, dort leben noch ca. 6000 wilde Orang-Utans.  Dann die zweite Oase,  den Sekundärwald um Palankaraya.  Außer dem kleinen Korridor von Primärwald in der Nähe der malayischen Grenze, den paar intakten Waldstücken und einigen anderen Gebieten in Kalimantan, ist nicht mehr viel Wald im indonesischen Borneo übrig geblieben. In vielen Gebieten wurde der Primärwald durch Sekundärwald ersetzt. Palmöl-Plantagen und Tagebauminen werden immer häufiger angelegt. Wird ein Waldstück für den Tagebau ausgewählt, wird etwa die doppelte Fläche einer Miene verseucht und verwüstet.  Der Wald wird gerodet und die Baumabfälle werden einfach auf dem schönen benachbarten Regenwald entsorgt.  Nach Aufgabe des Tagebaubetriebs sollte  eigentlich eine Rekultivierung erfolgen, aber leider werden auf diesen Flächen lieber Palmöl-Monokulturen angelegt. Für diese Palmölwüsten beantragen die Betreiber dann ihre CO2 Zertifikate.  Dies bringt wenigen sehr viel Geld, zerstört aber das Leben vieler. Es ist eine ökologische Katastrophe.

Es ist so viel Reichtum in diesen Wäldern, und in der fröhlichen Lebensart der indonesischen Bevölkerung.  Meine Hoffnung ist, dass dieser Reichtum geschützt und für unsere Nachfahren bewahrt wird.  Mein Traum ist, dass das bisschen noch bestehender Primär-und Sekundärwald geschützt wird, und dass mehr Sekundärwald für die Orang-Utans entsteht.  Dies ist nicht nur für die Orang-Utans wichtig, es ist auch für die Menschen von Kalimantan, Indonesien , und die ganze Welt wichtig.

 

Mein ursprünglicher Plan war von Palankaraya aus zu starten und den Primärwald etwas weiter im Landesinneren zu besuchen, um dort Ölbilder in der „alla prima Technik“ anzufertigen. Ich wusste aber nicht, dass ich sehr weit reisen musste, um diese Ziel zu erreichen, da ein sehr großer Teil des Waldes bereits abgeholzt ist.  Hätte ich Palmöl-Plantagen malen wollen, wäre das kein Problem gewesen. Ich liebe den Sekundärwald von Palankaraya.  Der Ort und die Menschen dort sind etwas ganz besonderes.  Am ersten Tag reiste ich mit meinem Freund Nordin (von Save Our Borneo) nach Nyaro Menteng, und in die umliegenden Gebiete. „Save our Borneo“ ist eine beeindruckende  indonesische Organisation welche täglich für die Menschenrechte, Landrechte und den Umweltschutz kämpft.

 

Wir wanderten circa eine Stunde im Tangkiling Hill nature preserve. Vom Gipfel  des Tangkiling Berg sahen wir das schöne Panorama der Flüsse und des Sekundärwaldes.   Nordin stellte laut die Frage, ob dieses Panorama in 10 Jahren noch existieren wird. Oder wird der Sekundärwald zu einer Palmölwüste?

Mein erstes Ölbild in der „alla prima Technik“ in Indonesien hieß Kalalawa Hill. Es zeigt einen der schönen Hügel, die man von Tangkiling Hill aus sehen kann.

 



KALALAWA HILL

 

Während des ersten Tages in Palankaraya besuchten wir eine kleine Dayak Pfahlbau Siedelung am Ufer des Flusses. Dort waren liebenswürdige kleine Kinder, die am Wasser spielten.  Ihr Lachen war wunderbar.  Diese Dayaks haben eine Schule, Fernseher in ihren Häusern und Mopeds vor der Tür stehen. Trotzdem leben sie sehr natürlich.  Normalerweise male ich keine solchen Szenen, aber die Schönheit dieses Ortes und seiner Bewohner lies mich schnell meine Meinung ändern.  Am zweiten Tag in Palankaraya stellte ich dieses in der „alla prima Technik“ gemalte Ölbild, genannt “In Harmony with Nature”, fertig. Zehn bis zwanzig Kinder von der nahegelegenen Schule schauten mir drei Stunden lang beim Malen über die Schulter.  Ich glaube, dass sie geistig mit mir zusammen gemalt haben!  Es ist meine Hoffnung, dass ihr Lächeln, ihre Fragen und ihre Energie beim Betrachten des Bildes gespürt werden können. Für mich ist “In Harmony with Nature” ein sehr wichtiges Bild.

Das Beschützen des kalimantanischen Primär- und Sekundärwaldes ist für das Überleben der dort lebenden Bevölkerung genauso wichtig wie für die Orang-Utans.  Wenn wir die Natur schützen, schützen wir auch die soziale Integrität dieser Menschen.  Wenn wir sie zerstören, zerstören wir auch einen wichtigen Teil unserer Identität.



IN HARMONY WITH NATURE

Erzähle mir etwas über den ökologischen Vorteil von Biodiesel! Das politische Argument ist, dass obwohl die CO2-Bilanz von Biodiesel aus Palmöl schrecklich ist, wir anfangen müssen etwas zu tun. Das ist lächerlich. Und selbst wenn die Bilanz positiv wäre, was sie nicht ist, arbeitet keine Palmöl-Plantage nachhaltig. Wieso unterstützt und subventioniert die EU immer noch Biodiesel?

 Im März 2008 wurde ich gebeten, einen Vortrag im Landauer Zoo simultan aus dem Englisch ins Deutsch zu übersetzen.   Zwei Indonesier, die sich für Menschenrecht und Umweltschutz einsetzen kamen aus Borneo und Sumatra nach Deutschland um ein Bericht und eine Bitte an den deutschen Volk zu übergeben.  Die waren nach Berlin, Hamburg, Mannheim, Landau, Stuttgart und München  von Rettet den Regenwald begleitet.  Aus erster Hand lernte ich wie dramatisch das Leiden den einheimischen Bevölkerung und des Orang-Utans ist. 

Palm-Öl Konzernen möchten die letzten Sumpfregenwälder der Erde austrocknen  um Platz für Monokulturen von Palmöl Pflanzen zu machen.    Erst wird  das wertvolle Tropenholz geerntet.  Danach wird alles verbrannt.   Der EU Beschluss zur „Bio“ –Öl Beimischung zum Treibstoff hat dem Ansturm der Investoren auf Regenwaldkonzessionen einen neuen enormen Schub verleihen mit der Folge der weiteren Beschleunigung der Regenwaldvernichtung, die in rasendem Tempo fortschreitet.  Nordin und Feri`s Erfahrungen sprechen dafür, dass die Zertifizierung von Palm- (und Soja-) Öl-Plantagen sich als kontraproduktiv herausstellen wird.  Für neue Palmölplantagen wird IMMER Regenwald gerodet.  Brachland in Indonesien wird nicht dafür benutzt weil es kein Tropenholz hergibt, und zu wenig Profit bringt.  Die letzten Flachland Regenwälder Borneos und Sumatras werden zerstört.    Einige die größte CO2 speichern der Welt gehen damit verloren.  Regenwälder und Ihre Torfmoore sind weltweit die wichtigsten CO2-Senken, die enorme Mengen von CO2 speichern.  Die weitere Zerstörung dieser lebenswichtigen Ressourcen ist ein unverantwortlicher Eingriff in die sowieso schon extrem gefährdete Klimasituation, verbunden mit dem Verlust der Zukunftssicherheit für unsere Kinder und Enkel. 

Deutschland ist der zweitgrößte Importeur von Ölpalme-Produkten in der EU.

Wenn Mann oberflächlich nachforscht, heißt es, das Palm-Öl aus den östlichen Hemisphäre wird aus Malaysia, und nicht aus Indonesien importiert.  Jeder weiß, dass es kaum Regenwald in Malaysia mehr gibt.   Aber nur die Hauptsitze der Firmen sind in Malaysia.  Das Palm-Öl kommt aus Indonesien.  Die Regenwälder in Indonesien werden dafür zerstört.

Feri Irawan   ist „General Manager“ für WAHLI (Friends  of the earth Indonesia).  Nordin ist Gründer und Organisator von „Save our Borneo“.  Nach dem Bericht von Nordin und Feri profitieren die einheimische Bevölkerung weder kurzfristig noch langfristig von dieser Zerstörung.  Die entschieden sich nicht  selber für diesen Weg.  Die einheimische besitzen die Plantagen nicht.  Unter der Diktatur von Sukarno wurde das Land der indonesischen Bevölkerung enteignet und zu Staatsbesitz erklärt.  In der Folge der Anlegung von Palmölplantagen vertreiben neue Investoren die einheimische Bevölkerung  von ihrem angestammten Land.  Die Vertriebenen geraten in Slums oder versuchen durch illegalen Holzeinschlag zu überleben.  Wo früher  50 indigene Menschen auf 10 Hektar Regenwaldfläche lebten, gibt es 2 Arbeitsplätze pro 10 Hektar Palmölplantagen unter sklavenartigen Lebensbedingungen.  Und die Preise für Lebensmittel für die einheimische steigen.

Der Preis von Palmöl liegt immer noch unterhalb der Preis von Rapsöl.  Deswegen wird jetzt Palmöl anstatt Rapsöl in Bolckheizkraftwerken eingesetzt, die hier in Deutschland als „Öko-freundlich“ oder „Grüne Energie“ vermarktet wird.  Anbetracht auf der Verlust von CO2 Speicher und den schlimmen ökologischen Folgen vor Ort macht das keinen ökologische Sinn.  Die Zerstörung der letzten Tieflandregenwälder Indonesien wird von uns subsidiert!!

Feri und Nordin`s Botschaft und Bitte an uns:                                                                                                          Setze unsere neue fortgeschrittene Technologien ein, um unsere Energieproblemen zu lösen.  Verlagere diese Problemen nicht kurzfristig nach Indonesien (oder Brasilien).   Die Energieproblemen werden nicht durch „Bio-Sprit“ gelöst.  „Bio-Sprit aus Regenwäldern zerstört die letzten Regenwälder.  Und dort kommt das „Bio-Sprit“  her.

Als Amerikanerin kann ich nur dazu sagen, dass die jetzige amerikanischen Regierung subsidiert die Pflanzung von  Mais für „Bio-Sprit“ Herstellung (anstatt Lebensmittel) in den Mittelwesten den USA in enormen Mengen.    Wenige Menschen werden dabei reich.   Lebensmittel für Massenviehhaltung kommen als „Soja“ aus Brasilien an, zur Last von Amazonas. 

Tanke bitte kein „Bio-Sprit“ zur laste des letzten Tieflandregenwälder Indonesiens. 
Sage nein zur „Bio-Sprit“ aus dem Regenwald. 

Verzichte auf Produkten die Palmöl enthalten.  Es gibt auch Tiefkühlpommes, die mit Sonnenblumenöl hergestellt werden.  Palmöl wird in vielen "Fast Foods" eingesetzt.  Durch unseren Konsum von diesen Fast Foods werden wir dicker, und tragen zu die Zerstörung der Regenwald bei!


                                                "Kinder der Regenwald:  Pfiffig"

Die Mitbewohnern von Feri, Nordin und ihren Volk sind die „Waldmenschen“ – Orang-Utan.
  Wir Menschen sind 97% genetisch mit ihm verwandt.  Orang-Utans sind die intelligentesten Menschenaffen.  Die sind in der Lage das Geschehen auf ihren Inseln zu beobachten und verstehen was die Folgen für sie sind.

Der Direktor der Washington Zoo sagte

„Gibt ein Gorilla einen Schraubenzieher und er wird erschrecken und wegrennen.  Gibt ein Schimpanse einen Schraubenzieher und er werde probieren es zu essen!  Gibt ein Orang-Utan einen Schraubenzieher und er wird ihn vollkommen ignorieren.  Dann nachts, wenn er allein ist, werde er seine Käfig mit dem Schraubenzieher  auseinanderbauen, und fliehen.

Orang-Utans sind friedliche Wesen.  Die Muttertiere stillen die Babys von 4-6 Jahren.  In der Zeit sind Sie unzertrennlich.  Die Jungtiere lernen alles was Sie brauchen um in Jungle später allein zu überleben.




                                   "Die Liebe einer Mutter"

Jetzt musste ich ihnen schildern, was jetzt auf Borneo und Sumatra geschieht.  Nach dem der Wald abgeholzt und verbrannt wird klettern die Muttertiere auf einsame verkohlte  Bäume um zu fliehen. Sie haben keinen Ort an den sie gehen können und wenn sie von einem der Waldarbeiter gefunden werden, werden sie erschossen. Die Mütter achten darauf dass ihre Kinder nicht von ihren von  Bäumen fallenden Körpern getroffen werden. Orang-Utan Babys sind als Haustiere  begehrt.  Nachdem die Mütter getötet werden stecken die Arbeiter die Babys in käfige und bringen sie zum Markt. Die Babys sind oft traumatisiert. Eins von sechs Tieren überleben diese Strapaze, um für 20 Euro auf dem Markt verkauft zu werden.  Die sind traumatisiert und leiden unter Depressionen und andere psychische Folgen.




                         "Die unsterbliche Liebe einer Mutter"

Rettet den Regenwald EV ist eine kleine effektive die um die Erhaltung von Regenwäldern rundum den Globus.  In Borneo arbeiten Sie zusammen mit BOS (Borneo Orang-Utan Survival) um den letzten Flachland Regenwälder Borneos für die Menschen und Waldmenschen (Orang-Utan) zu bewahren.  BOS hat über 800 Orang-Utans aus den Käfigen gerettet.  Frauen vom Volk der Dayak (früher Kopfjäger) haben diese Orang-Utans adoptiert und alles beigebracht, als Ersatzmütter.  In einem Nationalpark in Sumpfregenwald in Kalimantan/Borneo/Indonesien möchte BOS diese Orang-Utans Auswildern.  Jetzt wollen Palmölkonzerne dort in den Wäldern hinein.  Wenn dieses geschieht, dann haben die 800 Orang-Utans nirgendwo zu leben.

 
HILFE:  Rettet der Orang-Utan und den letzten Sumpfregenwälder von Borneo.


Falls sie mithelfen möchten, den letzten Regenwäldern Indonesien zu retten, bitte ich Sie zwei Minuten zu nehmen, und ein Flugblatt dazu  zu unterschreiben.                   www.regenwald.org/protestaktion.php

Weitere allgemeine Information / Additional Information
 

Germany                      www.regenwald.org  
                                     www.bos-deutschland.de


USA                            www. orangutan.com
                                     www.savetheorangutan.org


The Netherlands       www.savetheorangutan.org             


 
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